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Hier finden Sie Wissenswertes über Kamelien von M - R .  

P wie pH-Wert

Kamelien benötigen einen leicht sauren Boden mit einem pH-Wert von etwa 5,5. Am besten verwendet man die entsprechenden Substrate für Moorbeetpflanzen. Wir bieten eine Kamelien-Spezialerde an. Bei ausgepflanzten Kamelien empfiehlt es sich, das Substrat mit einem Drittel der eigenen Gartenerde zu durchmischen.

Bei Kamelien, die im Topf gehalten werden, bietet sich unser Kamelien-Spezialerdean, die sich durch eine besonders hohe Dichte und eine hohe Wasserspeicherkapazität von 30-40 Volumenprozent auszeichnet. Sonst mischt man ein Drittel guter Kübelerde, die in vielen Fällen auch wasserspeichernde Lavasteinchen enthält, mit dem normalen Kamelien- oder Rhododendrensubstrat.

Der pH-Wert ist verantwortlich für die Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Deshalb ist es für Kamelien wichtig, dass das Substrat nicht zu sauer ist. Dies kann leider auch durch das Giessen mit kalkhaltigem Wasser hervorgerufen werden. Bei Pflanzen, die trotz regelmässiger Düngung keine sattgrüne Blätter zeigen, kann man zur Sicherheit den pH-Wert des Bodens überprüfen. Hier gibt es im Handel einfach zu handhabende Bodentests. 

P wie Pflanz- und Pflegetipps

Welcher Standort ist der richtige?

Kamelien sind gesellige Pflanzen und nicht gerne alleine. In Gruppen oder gemeinsam mit anderen Pflanzen bevorzugen sie einen geschützten, halbschattigen / halbsonnigen Ort unter höheren Bäumen, vor Hecken oder auch in der Nähe einer Hauswand.

Wichtig ist, Kamelien vor starkem Wind und heißer Mittagssonne zu schützen. Schutz vor der Morgensonne im Winter spielt in Gegenden eine Rolle, in denen es zu langen Frostperioden ab minus 10° Grad kommt. Dann friert die Pflanze samt Wurzelballen vollständig ein. Wenn später durch die Morgensonne das Laub wieder auftaut, verdunstet die Feuchtigkeit in den Blättern schnell. Die Pflanze will Feuchtigkeit aus dem Wurzelbereich ziehen, der aber noch gefroren ist, und vertrocknet dann.

Sonniger darf es aber besonders im Sommer sein, da die Kamelien in der Vegetationsphase, die nach der Blütezeit beginnt, ihre Blütenknospen bilden, und dafür brauchen sie Sonne. In dieser Zeit ist eine regelmäßige Wasserversorgung sehr wichtig. Trocknet der Wurzelballen in dieser Zeit aus , kann es zum Verlust des Knospenansatzes kommen. 

Welche Erde - wie bewässern?

Kamelien lieben nicht nur halbschattige / halbsonnige Plätze, sondern auch eine saure, humose und immer feuchte Erde. Hier bietet sich unsere Kamelienerde für die Pflanzung an oder auch Rhododendronerde. Mischen Sie diese mit ca. 30% Ihrer eigenen Gartenerde. Kamelien sind Flachwurzler und sollen deshalb nicht zu tief gepflanzt werden. Eine gute Orientierung für die Pflanztiefe bietet die Höhe des Pflanzcontainers, in dem sie geliefert werden. Bei stark lehmigen Böden oder auch bei Pflanzungen im Kübel kann man zusätzlich Tonkugeln oder Kieselsteine als Drainageschicht verwenden, um Staunässe zu verhindern. Kalkfreies Wasser ist für die regelmäßige Bewässerung ideal. Der Wurzelballen darf nie austrocknen, Staunässe mag die Kamelie hingegen gar nicht.

Wann wird gepflanzt?

Kamelien pflanzt man am besten von April/Mai bis Ende Juli. In milden Gegenden (z.B. Weinbauklima) ist auch eine Pflanzung im frühen Herbst möglich, wenn der Boden nach dem Sommer noch aufgewärmt ist, verwurzeln sich die Pflanzen sehr gut. Nach der Blütezeit beginnen Neuaustrieb und somit auch die Vegetationsphase. Jetzt hat die Kamelie genügend Zeit, am neuen Pflanzort Wurzeln zu bilden und ist später für den Winter gut gewappnet. Eine regelmäßige Bewässerung ist in dieser Zeit sehr wichtig. Während heißer Sommertage kann man die ganze Pflanze am frühen Morgen oder am Abend auch leicht besprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.  

Wer im Winter eine blühende Kamelie kauft, kann diese vorübergehend im Topf in die Erde setzen. Auch hier muss der Wurzelbereich gut mit Mulch und Reisig bedeckt sein. Die Kamelie fühlt sich im nasskalten und feuchten Wetter draußen allemal wohler als drinnen und bildet, da sie sich in der Ruhephase befindet, jetzt ohnehin keine neuen Wurzeln. Dass passiert erst nach der Blüte in der Vegetationsphase.

Sollte es zu tiefen Minusgraden kommen, kann man die Pflanze schnell mit einem Griff im Topf aus der Erde ziehen und sie während der frostigen Periode im kühlen Keller oder der kalten Garage unterstellen. Licht braucht sie in dieser Zeit nicht. Hauptsache es ist kühl. Im Frühjahr wird die Kamelie dann aus dem Topf genommen und ins Erdreich gepflanzt. Jetzt kann sie gut verwurzeln.

Topfhaltung

Für die Pflanzung im Kübel muss man noch genauer darauf achten, dass die Erde im Topf immer schön feucht, aber nicht nass ist. Vorsicht vor der Staunässe, die zum Absterben der feinen Wurzeln führen kann. Hier schützt eine Drainage aus Bims oder kleinen Kieselsteinen. Verwenden Sie bitte nur einen Kübel oder Topf, der max. 2 Nummern größer ist, als der Pflanztopf, in dem die Kamelie geliefert wird. Achten Sie darauf, dass sich mehrere Ablauflöcher im Topfboden befinden. Verwenden Sie unsere Kamelienerde oder mischen Sie 1/3 gute Kübelerde, die z.B. Lavapartikel enthalten sollte, mit 2/3 Rhodohum, um ein nicht zu durchlässiges Substrat zu erhalten. So wird die Feuchtigkeit besser gespeichert.

Töpfe oder Kübel kann man beliebig oft an verschiedenen Stellen platzieren; während der Blütezeit prominent im Eingangsbereich, um die prächtigen Blüten zu bewundern, im Sommer dann vielleicht auch auf dem halbschattigen Balkon.

Dass Kamelien ihre Blüten abwerfen, wenn man den Topf bewegt, ist ein weit verbreitetes Ammenmärchen. Sie brauchen kühle Temperaturen zwischen 0°C und 10°C, um ihre Blütenknospen zu öffnen. Ist es wärmer, fallen die Knospen ab. Deshalb kann man nicht oft genug darauf hinweisen, dass Kamelien keine Zimmerpflanzen sind.

Pflege im Winter

Im Winter benötigen die Kamelien einen ordentlichen Winterschutz.

Im Garten schützt eine dicke ca. 20 cm hohe Mulchschicht aus Erde, Reisig oder Laub (gerne das nährstoffreiche Laub der Hainbuche) und Pinienrinde      (ca. 2-3 cm) den Wurzelbereich. Bitte auf keinen Fall groben Rindenmulch verwenden, der häufig ein Bakterienträger ist. Tannen- oder Fichtenzweigen lassen sich gut als Sonnenschutz verwenden, um die Blätter vor der Winter-sonne zu schützen. Auf keinen Fall Folien aus Plastik verwenden. 

Bei Kamelien, die im Topf gepflanzt sind, schützt man den Wurzelballen am besten, indem man den Topf mit Kokos- oder Schilfmatten einpackt. Bei tiefen Minustemperaturen sollte man Kamelien in Kübel oder Töpfen vorübergehend ins kalte Treppenhaus oder in die Garage stellen. Auch ein kühler Keller kann vorübergehend genutzt werden.

Einige Kunden verwenden auch erfolgreich Pflanzenheizkabel, die um den Topf geschlungen werden oder im Erdreich um den Wurzelstock gelegt werden. Ein Physiker, der den Stromverbrauch genau berechnet hat, versicherte mir, dass dieser sehr gering sei.

Im Winter befinden sich die Kamelien in ihrer Ruhephase, sie benötigen viel weniger Wasser als im Sommer. Trotzdem darf man das Gießen nicht vergessen: die meisten Kamelien vertrocknen im Winter häufiger, als dass sie erfrieren.

 

 

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