Kamelien lassen sich erfolgreich in Töpfen oder Kübeln kultivieren, so lange man folgende Pflegetipps beachtet:
Welcher Pflanztopf?
Kamelien akzeptieren viel, aber absolut keine Staunässe!
Wählen Sie deshalb einen Pflanztopf, der genügend Abflußlöcher im Boden hat und verzichten Sie auf Untersetzer, damit die Kamelie keine nassen Füße bekommt. Benutzen Sie stattdessen kleine Tonfüßchen.
Achten Sie darauf, dass der Pflanztopf nicht zu groß ist. Wählen Sie einen Topf oder Kübel, der maximal zwei Nummern größer ist als der Container, in dem sich die Kamelie befindet. Da Kamelien Flachwurzler sind, sollte der Topf eher breit und flach, als schmal und tief sein. Eine Ausnahme bildet hier die Teepflanze, Camellia sinensis, die eine Pfahlwurzel bildet und deshalb deutlich tiefere Töpfe benötigt.
Tongefäße haben den Vorteil, dass hier Staunässe nicht so leicht entstehen kann wie im Kunststoffkübel, dafür können sie im Sommer leichter austrocknen als Töpfe oder Kübel aus Kunststoff. Terrakotta aus Impruneta ist frostsicher, aber auch teurer.
Wie pflanzen?
Füllen Sie den Boden des Topfes mit kleinen Kieselsteinen oder Blähton, so daß das Wasser gut ablaufen kann und bedecken Sie diese mit einem durchlässigen Flies, damit die Pflanzerde nicht durchdringen kann. Wir bieten hierfür auch praktische Drainagekissen an. Achten Sie darauf, das die Abflußlöcher nicht durch kleine Steine verstopft werden. Verwenden Sie leicht saure Erde, z.B. Rhododendronerde und mischen Sie diese zu 1/3 mit einer guten Kübelerde, es gibt mittlerweile auch spezielle Kamelienerde im Handel. Die Kamelie wird dann so in den Topf gesetzt, dass sie nicht tiefer sitzt, als zuvor im Container. Falls der Wurzelballen stark verwurzelt sein sollte, lockern Sie die Wurzeln und ziehen Sie diese leicht auseinander, damit sie sich in dem neuen Substrat besser verwurzeln können.
Pflege
Kamelien im Topf sind mobil und lassen sich gut an verschiedenen Standorten platzieren. Dafür brauchen sie eine sorgfältige Pflege. Sie müssen regelmäßig gegossen werden, damit die Erde immer konstant feucht bleibt, sie darf aber nicht nass sein. Im Winter benötigen die Kamelien weniger Wasser, dürfen aber auf keinen Fall austrocknen. Gegossen wird dann an frostfreien Tagen.
Gedüngt werden sollte nach der Blüte ab März bis Ende Juli, in milden Gegenden auch bis Ende August. Wir bieten hierfür einen speziellen Kameliendünger an.
Winterschutz
Kamelien in Töpfen sollten geschützt am Hauseingang oder auf der Terrasse stehen und so lange wie möglich im Freien bleiben.
Der Pflanztopf wird in einen größeren Übertopf mit Abflußloch gestellt, die Zwischenräume werden mit wärmedämmenden Materialien gefüllt. Das Substrat wird mit einer dicken Koksscheibe bedeckt, so kann der Frost nicht ins Erdreich eindringen. Bei dauerhaften tiefen Minusgraden ab minus 10 Grad Celsius kann man die Kamelie vorübergehend in die kalte Garage oder in den kühlen Keller bei Temperaturen bis max. 10 Grad stellen.
Im Bild zu sehen ist C. japonica 'Fendigs Seedling No.12' x C. lutchuensis "Quintessence"



