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          Herbstblühende Kamelien

Jetzt beginnen sie endlich zu blühen: die herbstblühenden Kamelien(Camellia sasanqua) und ihre Verwandten.

Diese Art ist in Deutschland leider noch nicht sehr bekannt und so freue ich mich, dass Ilse Höger in der Oktober-Ausgabe 10/2021 der Zeitschrift "Gartenpraxis"  ausführlich über die Sasanquas berichtet, auch wenn ich Ihre Einschätzung, dass die Ackerman-Hybriden zu den winterhärtesten Kamelien zählen, nicht teile.

Die herbstblühenden Kamelien sind in vielerlei Hinblick eine Bereicherung für den Garten: sie bringen Farbe in die doch eher triste Jahreszeit, bieten Bienen, Hummeln und anderen Insekten durch den hohen Pollen- und Nektargehalt ihrer Blüten eine wertvolle Nahrungsquelle, verströmen einen herben, beinahe erdigen Duft und sind als immergrüne Pflanzen mit ihrem attraktiven, dunkelgrünen und hochglänzenden Laub auch im Sommer ein schöner Blickfang. Als Strauch oder Kleinbaum können sie in unseren Breiten eine Höhe von bis zu 5 Metern erreichen. 

Man unterscheidet drei Blütezeiten bei den herbstblühenden Kamelien: die frühe Blüte beginnt ab Ende September, die mittlere Blüte im Oktober und die späte Blüte ab Ende November. Der Blütezeitraum erstreckt sich über zwei bis drei Monate, so dass man sich auch noch im Februar an den üppig blühenden Sträuchern erfreuen kann.  Und nach dem Verblühen bilden die einzeln herabfallenden Blütenblätter einen zauberhaften Blütenteppich. 

Gefahr droht bei frostigen Temperaturen unter -5 Grad Celsius: hier werden die bereits geöffneten Blüten braun, die geschlossen Knospen hingegen überstehen einstellige Minustemperaturen sehr gut. Die Blütenblätter von "Yuletide" bilden die Ausnahme: sie zeigen durch ihre wachsartige Struktur sogar geöffnet bis zu -5 Grad Celsius keine Blessuren.

Die herbstblühenden Kamelien benötigen im Gegensatz zu ihren winterblühenden Cousinen (Camellia japonica) einen sonnigeren Standort, um einen üppigen Blütenansatz zu bilden. Ideal ist eine Südwestlage, wobei man sie vor der heissen Mittagssonne schützen sollte. Ich habe aus Platzgründen Sasanquas an der Südseite vor einer Eibenhecke ausgepflanzt; dort fühlen sie sich auch sehr wohl, werden aber von der Hecke beschattet.

Die herbstblühenden Kamelien verfügen über eine sehr gute Winterhärte, benötigen aber ebenso wie die Japonicas einen guten Winterschutz in Form von einer 20 cm dicken Mulchschicht im Wurzelbereich und dürfen auch im Winter nicht austrocknen.

Durch ihren ausladenden Wuchs und ihre leicht gebogenen Zweige eignen sich die herbstblühenden Kamelien sehr gut als Heckenpflanze. Aber auch als Solitär machen sie eine gute Figur im Garten. Probieren Sie es aus.

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