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Ihre Frage: 

 

Ich habe eine rote Kamelie, bereits mindestens 10 Jahre alt, die auch keinen aufrechten sondern eher einen überhängenden Wuchs hat. An den langen und eher dünnen Zweigen saßen so viele Knospen, daß im Winter 2 Äste abgebrochen sind. Macht es also Sinn, die lang überhängenden Äste zu beschneiden? Und wenn ja, wann? 

Ich fürchte, dass ich das gleiche Problem mit der Mine-No-Yuki bekommen werde. Oder ist es ratsamer, die Blütenknospen zu reduzierend?

Ich wäre Ihnen für eine Antwort dankbar.

 LG 

Meine Antwort: 

Sie können Kamelien schneiden, der beste Zeitpunkt hierfür ist direkt nach der Blüte.

Zum Teil erscheint zu diesem Zeitpunkt auch der Neuaustrieb, der Blütenknospenansatz erfolgt etwas später und

ist zu Beginn noch nicht sichtbar. Wenn Sie also unmittelbar nach der Blüte schneiden, sollte der neue Blütenknospenansatz nicht verletzt werden.

Ob Sie die langen Äste einkürzen oder die Knospen ausbrechen ist Geschmackssache.

Man kann die Knospen auch mit einer Nadel durchstechen, so dass sie vertrocknen. So vermeidet man, dass andere Knospen aus Versehen in Mitleidenschaft gezogen werden. Sollten vier oder mehr Blütenknospen eng nebeneinander sitzen, würde ich alle bis auf zwei oder drei Knospen entfernen. So kann sich die einzelne Blüte später richtig entfalten.

 

Beim Kürzen der Äste würde ich darauf achten, dass der überhängende Habitus der Kamelie erhalten bleibt.

Wie immer Sie sich entscheiden werden, ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und weiterhin viel Freude mit den Kamelien.

 

Ihre Anke Koschitz